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27. Januar 2020

Cyber-Kriminalität weltweit als höchstes Risiko

Allgemein

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Aus dem seit neun Jahren bestehenden Risikobarometer der Allianz-Versicherung lässt sich eindeutig herauslesen: Cyber-Kriminalität belegt weltweit Platz eins in puncto Risiken für Unternehmen. 2.700 Expertinnen und Experten aus mehr als 100 Ländern wurden zu relevanten Risiken für Unternehmen befragt. 39 % davon schätzten IT-Risiken als besonders gefährlich ein. Weitere Risiken, wie Wirtschaftssanktionen, Handelskriege oder Zölle kamen auf 27 %. Der Klimawandel wurde nur von 17 % als außergewöhnlich große Gefahr eingestuft.

Vor allem die sogenannte Ransomware richtet erheblichen Schaden bei Unternehmen an, indem Daten verschlüsselt werden und damit nicht mehr zugänglich sind. Computer können mithilfe der Schadsoftware komplett lahmgelegt werden und somit können ganze Firmennetzwerke ausfallen. Große Unternehmen sind für diese Art der Bedrohung besonders exponiert. Die Lösegeldforderungen werden diesbezüglich immer höher. Mittlerweile werden Beträge in Millionenhöhe gefordert.

Doch nicht nur Großkonzerne sind gefährdet. Auch kleine- und mittelständische Unternehmen werden durch die automatisierten und effektiven Angriffstechniken extrem gefordert. Neben direkten Schäden (z.B. Ausfall der Produktion oder Lösegelder) sind auch Schadensersatzforderungen durch z. B. Datenschutzvorfälle eine kostspielige und nicht zu unterschätzende Konsequenz erfolgreicher Cyber-Attacken.

Wichtige Sicherheitsmaßnahmen in diesem Zusammenhang sind z.B. die Erstellung einer Exposition für Cyber-Angriffe, die Etablierung einer sicheren IT-Infrastruktur oder eine kontinuierliche Weiterbildung hinsichtlich neuer Bedrohungsszenarien. Unterschätzt wird dabei immer noch der Faktor Mensch. Die sicherste Firewall büßt ihre Wirkung ein, wenn ein sorgloser, naiver und kenntnisarmer Umgang mit IT-Systemen vorherrscht. Social Engineering oder ungeschützte mobile Endgeräte sind dabei ein wichtiges Thema für Schulungen zum Thema Cyber-Sicherheit. Nur wer sowohl alte wie auch neue Tricks der potenziellen Angreifer*innen kennt, kann das Gefahrenpotenzial durch Cyber-Angriffe effektiv senken.

Das Fazit: Ein solider Softwareschutz erzielt seine Wirkung nur in Verbindung mit einer effektiven Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Thema Cyber-Sicherheit.

 

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