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27. April 2021

Fachkräfte fehlen im Unternehmen, aber nicht im Markt. HR in Zeiten der Digitalisierung

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HR Führung u. Werte

Ein modernes Human Resources Management (HRM) hat aufgrund interner Pull-Gründe (eher operativ) sowie externer Push-Gründe (eher strategisch) vielfältige Anforderungen zu erfüllen.  In der digitalisierten Arbeitswelt wird immer deutlicher, dass der Mensch im Unternehmen im Fokus stehen muss. Mitarbeitende aller Ebenen brauchen die richtigen Arbeitsbedingungen und Qualifikationen, um ihr Potenzial im Sinne des Unternehmens zu entfalten. Genau das macht den entscheidenden Unterschied im globalen Wettbewerb aus. Wie lassen sich diese Anforderungen am besten umsetzen? Nicht nur das tägliche HR-Geschäft sollte digital und effizient gestaltet werden, sondern die komplette HR-Strategie. Ihre essenzielle strategische Rolle kann das HRM jedoch nur wahrnehmen, wenn Vision, Strategie und Ziele ineinandergreifen. Es gibt also nicht nur die technische, operative Seite der digitalen HR- Strategie.

Die externen Einflussfaktoren sind z.B.:

  • Demografischer Wandel
  • Fachkräftemangel
  • Umwelt
  • Neue Kommunikationsformen
  • Werteentwicklung

Diese Anforderungen verändern u.a. die Aufgaben im HRM. Die hohe Anzahl von Verwaltungsarbeiten macht es fast unmöglich, ausreichend Zeit für eine längerfristige Strategie aufzuwenden und sich mit Aspekten wie Flexibilisierung oder Agilität zu beschäftigen. Wie sind die Aufgaben durchschnittlich verteilt? Laut der HR-Studie der Uni Halle-Wittenberg (2020) fallen 52 % für operative Arbeit und 37% für administrative Aufgaben an. Lediglich 11% bleiben für strategische Aufgaben übrig. Die meiste Zeit nehmen dabei Dokumentenbearbeitung (65%), Datenmanagement (50%) sowie die Beantwortung von Mitarbeiteranfragen (42%) in Anspruch. Es wird deutlich, dass die Strategie häufig auf der Strecke bleibt.

Was sind die Hindernisse im Zusammenhang mit einer digitalen HR-Strategie? Die Studie „HR drives digital“ (2019) der Dualen Hochschule BW Lörrach nennt 5 Gründe hierfür:

  • Fehlende Digitalkompetenzen
  • Unterschiede zwischen den Generationen
  • Fehlendes Budget
  • Nicht ausreichende IT-Infrastruktur- und Nutzung
  • Keine passenden Personalressourcen

Mit digitalen Lösungen (keine Insellösungen) für das operative Geschäft ließe sich zumindest ein großer Teil der Workloads reduzieren, sodass Ressourcen für die Beschäftigung mit der Strategie frei werden. Viele Unternehmen in Deutschland vernachlässigen allerdings diese Chance. An analogen Personalakten kann man diesen digitalen Effizienzverzicht deutlich ablesen. Digitale Tools im HR-Bereich sollten sowohl Effizienz als auch Effektivität im Unternehmen steigern. Es geht eben nicht darum, „irgendwelche“ Prozesse zu digitalisieren, weil man es heutzutage eben macht, sondern darum, Ziele im HRM strategisch mit Methoden und Tools auf der Höhe der Zeit zu verfolgen. Von der Bewerberauswahl über die Evaluation und Karriereentwicklung bis hin zu Feedbackkultur und Mitarbeiterbindung: mit einer guten HR-Strategie lässt sich der Fachkräftemangel mittel- und langfristig beheben.

Ihr Ansprechpartner:

Dominik Schönherr
Telefon: +49 421 4089 2940

dominik.schoenherr@thesmonwellpoint.de

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