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19. September 2019

Hohe Bußgelder bei fehlender A1 Bescheinigung. Was ist zu beachten?

Allgemein

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Bereits seit 2010 gilt: Wird ein/eine Mitarbeiter*in für eine vorübergehende Tätigkeit in ein anderes EU-Mitgliedsland entsendet, ist eine A1 Bescheinigung über die Sozialversicherung notwendig. Seit 2019 wird dies verstärkt kontrolliert. Durchschnittlich liegt die Höhe der Bußgelder zwischen 1.000 und 10.000 Euro pro Mitarbeiter*in und in Einzelfällen sogar höher.

Wann ist eine A1 Bescheinigung notwendig?

  • Der Arbeitgeber entsendet eine Angestellte oder einen Angestellten in das europäische Ausland für eine Tätigkeit mit der Höchstdauer von 24 Monaten
  • Der Arbeitgeber schickt seine Mitarbeiterin oder seinen Mitarbeiter auf eine Dienstreise in das europäische Ausland. Selbst für kurze Dienstreisen von einigen Stunden ist eine A1 Bescheinigung erforderlich.
  • Selbstständige eines EU-Mitgliedslands möchten einer ähnlichen Tätigkeit in einem anderem EU-Mitgliedsland nachgehen. Die Höchstdauer beträgt hierbei 24 Monate.
  • Beamte sind in mehr als einem EU-Mitgliedsland tätig.

Die A1-Bescheinigung hat den erklärten Zweck, die Freizügigkeit innerhalb der EU-Staaten zu sichern, die bürokratischen Hürden abzubauen und die Doppelbelastung bei Sozialbeiträgen für Beschäftigte zu vermeiden.

Seit 2019 finden verstärkt Kontrollen statt. Fehlt eine A1 Bescheinigung in dem entsprechenden Fall, so drohen hohe Busgelder. Die Meldungspflicht bei den Behörden des Empfängerlandes, die Vorlagepflicht von Lohnunterlagen bei den Behörden des Empfängerlandes inkl. weitere Pflichten der Unternehmen im Falle der Arbeit-nehmerüberlassung sowie die Höhe der Sanktionen bei Verstößen variieren je nach EU-Mitgliedsland. In Belgien z. B. kann die Summe der Sanktionen bis zu 48000 Euro betragen. Außerdem kann für die Verantwortlichen eine Freiheitsstrafe von bis zu 6 Monaten verhängt werden.

 

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