Aktuelles

Gemeinsames Wissen nutzen

DIHK Innovationsreport 2020

Dominik Schönherr

0

KURZ GEFASST

Deutsche Unternehmen setzen auf Innovation. Das lässt sich in Zahlen ausdrücken. Laut Innovationsreport der Deutschen Industrie und Handelskammer (DIHK) beabsichtigen über 50 % der deutschen Unternehmen, die Ausgaben für Innovationen hochzufahren. 43 % möchten die Investitionsfreudigkeit für Innovationen zumindest beibehalten. Aus der Umfrage lässt sich weiterhin ablesen, dass der Innovationsdurst bei Unternehmen ab 500 Mitarbeitenden, sprich bei den Großen, am ausgeprägtesten ist. KMU hinken etwas hinterher, obwohl auch hier Tatendrang zu spüren ist.

 

DIGITALISIERUNG

Die Digitalisierung scheint ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt und Innovationstreiber zu sein: 85 % der Unternehmen (bei Großunternehmen sogar 96 %) planen die Einführung neuer Produkte, Dienstleistungen sowie neue, digitalisierte Geschäftsmodelle.

QUALIFIZIERUNG VON MITARBEITENDEN

Im Vordergrund steht auch die Qualifizierung der Mitarbeitenden. 87 % planen Maßnahmen zur weiteren Qualifizierung der Mitarbeitenden. Rund 25 % wollen ihr Engagement diesbezüglich noch weiter erhöhen. Dies gilt besonders für Skills im Bereich Hard- und Software.

ZU VIEL BÜROKRATIE

Circa zwei Drittel der Unternehmen sehen die Bürokratie als entscheidende Hürde für Innovation. Der Aufwand für Zulassungs- und Genehmigungsverfahren ist für die Unternehmen sehr hoch. Verschärfte Auflagen für den Klimaschutz binden zusätzlich wichtige Kapazitäten. Ein Schritt in die richtige Richtung sind verschlankte Verwaltungsprozesse durch die Digitalisierung, welche durch die Coronakrise Fahrt aufgenommen hat.

DIGITALE INFRASTRUKTUR MANGELHAFT

Eine entscheidende Rolle für Innovation spielt auch die digitale Infrastruktur. Hier gibt Deutschland im internationalen Vergleich bekanntlich keine gute Figur ab. Auf die Innovationskraft wirken sich insbesondere fehlende Glasfaser- und Mobilfunkversorgung sehr negativ aus. Viele Unternehmen beklagen in diesem Zusammenhang zähe Genehmigungsprozesse sowie mangelnde behördliche Kapazitäten im Bereich Planung und Bau. An dieser Stelle sollten Prozesse effizienter werden, fordern Unternehmen.

ZURÜCKHALTUNG BEI PATENTEN

Um die Hürden für die Anmeldeverfahren von Patenten zu senken, hat das Deutsche Patent- und Markenamt ihr Team verstärkt und dafür gesorgt, dass Prüfzeiten und Entscheidungsprozesse beschleunigt werden. Die Aufstockung des Personals ist auch eine Reaktion auf die Zurückhaltung der Unternehmen zwecks Patentanmeldung aufgrund hoher Kosten und Zeitaufwände.

FORSCHUNGSKOOPERATIONEN

Beim Thema Kooperation halten sich kleine und mittlere Unternehmen eher zurück. 22 % der Unternehmen tun sich bei der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern in der Wissenschaft schwer (vgl. 2017: 25 Prozent). Bei abnehmender Betriebsgröße sinkt die Kooperationsbereitschaft. Für größere und langfristige Forschungsprojekte reichen die finanziellen und personellen Ressourcen bei KMU oft nicht aus. Attraktiver sind da gemeinsame Forschungsprojekte in Form von kleineren, flexiblen und verlässlichen Teams, bei denen eine unmittelbare Marktausrichtung möglich ist.

 

Vgl. www.dihk.de

 

EU-US Privacy Shield seit 16.07.2020 ungültig

Dominik Schönherr

0

Im Rahmen des Urteils vom 16.07.2020 hat der europäische Gerichtshof Posi-tion in Bezug zum EU-US Privacy Shield bezogen. Er beschäftigte sich mit der Zulässigkeit der EU-Standardvertragsklauseln sowie zum Angemessenheitsbe-schluss der EU-Kommission zum EU-US Privacy Shield.

Die konkrete Frage

Besonders die Frage danach, ob das EU-US Privacy Shield zusammen mit den EU-Standardvertragsklauseln ein gleichwertiges Datenschutzniveau in der eu-ropäischen Union beim Export personenbezogener Daten in ein Drittland garan-tieren können.

Ergebnis des Urteils

Der EuGH hat das EU-US Privacy Shield für ungültig erklärt. Hierfür gibt es ver-schiedene Gründe: Zum einen könne man einen Zugriff des US-Geheimdienstes auf personenbezogene Daten von EU-Bürger*innen nicht aus-schließen. Nach Einschätzung des Gerichts seien weiterhin die Überwachungs-programme der US-Sicherheitsbehörden unverhältnismäßig. Zusätzlich stünden EU-Bürger*innen kein ausreichender Rechtschutz vor US-Gerichten zur Verfü-gung, um Rechtsverletzungen prüfen lassen zu können.

EU-Standardvertragsklauseln

Die EU-Standardvertragsklauseln blieben durch das Urteil des EuGH weiterhin bestehen. Die Möglichkeit von Rechtsverletzungen durch öffentliche Stelle be-stünde weiterhin, allerdings wären die Schutzmaßnahmen in den EU-Standardvertragsklauseln grundsätzlich erweiterbar. Der EuGH betont die Pflicht des Verantwortlichen bzw. des Auftragsverarbeiters, ausreichende Schutzmaßnahmen zugunsten der Betroffenen für den Datenexport in Drittlän-der zu treffen. Zusätzliche Garantien müssten – je nach Situation im Drittland – im Zuge einer Einzelfallprüfung gegeben werden.

Fazit

Nach dem Urteil des EuGH vom 16.07.2020 dürfen weder Verantwortliche noch Auftragsverarbeiter personenbezogene Daten im Rahmen des EU-US Privacy Shields an Empfänger in den Vereinigten Staaten übermitteln. Verantwortliche müssen bei jedem Export in Drittländer untersuchen, inwieweit der Empfänger die Zusicherungen in den EU-Standardvertragsklauseln einhalten kann oder ob nationale Gesetze diesen zuwiderlaufen. Kann keine Garantie gegeben werden, seien Datenexporte nicht nur auszusetzen, sondern zusätzlich die Aufsichtsbe-hörde zu informieren.
Nicht geklärt ist, welche Hinweise in Drittländern auf eine Unzulässigkeit hin-deuten und welche technisch-organisatorischen Maßnahmen ergänzend zu treffen sind.

 

 

 

 

Bildquelle: Pixabay

Krise und Transformation: Diät statt Ernährungsplan?

Dominik Schönherr

0

Viele Unternehmer*innen erwarten eine V-Kurve in der Krise und warten die Rückkehr zur alten Normalität ab. Die Mehrheit der Expert*innen rechnet jedoch mit einer U-Kurve. Die Corona-Krise werde uns also noch länger beschäftigen. Gerade deshalb ist Transformation enorm wichtig, um auch zukünftigen Krisen zu begegnen. Das Prinzip „Augen zu und durch“ hilft da nicht.

Zu welcher Form der Normalität wollen wir zurückkehren, wenn die Corona-Krise überstanden ist? In diesen Zeiten des akuten Krisenmanagements und Kostensparens werden die Kapazitäten eher heruntergefahren als erweitert. Diejenigen, die erwarten, dass die Krise bald überstanden ist und alles wieder normal wird, denken tendenziell nicht an Transformation und Weiterentwicklung des Unternehmens. Die Diskussion um New Work erscheint angesichts dieser abwartenden Haltung als realitätsferner Luxus der Personaler.

Sind für viele Unternehmen also partielles Home-Office und Videokonferenz das höchste aller Gefühle bezüglich Digitalisierung? Bleiben wir beim sogenannten „New Normal“ stehen?

Obwohl viele Autor*innen dazu raten, die Transformation und New Management voranzutreiben, sieht es momentan danach aus, als ob viele zum Old Management zurückkehren.

Die Anhänger der V-Kurve glauben, dass eine exogen verursachte Krise ohne Eigenverschulden der Unternehmen schnell kommt und auch dementsprechend rasch wieder verschwindet. Ist die Krise einmal überstanden, nehme die Wirtschaft wieder an Fahrt auf. So das Credo.

Die Erfahrung zeichnet allerdings ein anderes Bild. Die bereits bestehenden zahlreiche Insolvenzen und Überlebenskämpfe von Unternehmen sprechen gegen einen solchen untätigen Optimismus.

Was raten Expert*innen?

Die Expert*innen in der Wirtschaft sind sich weitestgehend einig, dass eine weitere Insolvenzwelle im Herbst auf uns zu rollen wird. Die Krise sei längst nicht vorbei. Auch die staatlichen Maßnahmen helfen bestenfalls kurz, die notwendigen strukturellen Veränderungen können sie nicht voranbringen. Zwar traf und trifft die Corona-Pandemie Unternehmen unerwartet, doch ein weiteres Festhalten an alten Strategien, Führungskonzepten und Geschäftsmodellen sind selbstverschuldete Versäumnisse im harten globalen Wettbewerb.

Sobald der Geldfluss stockt, werden Kapazitäten zurückgefahren, Kostenanpassungsmaßnahmen durchgeführt und Personal entlassen. Die Krise zeigt die strukturellen Mängel auf, die schon vor Covid-19 bestanden. Im Turnaround herrschen Insolvenzpläne mit nackten Zahlen, um Ausgaben zu verschlanken: Diäten statt Ernährungspläne werden verordnet.

Deshalb Transformation

Wichtig ist jedoch: Innovationen herauszögern bringt nichts. Hierfür liefert nicht nur die Automobilindustrie ein anschauliches Beispiel. Gesellschaftlicher Wandel lässt sich nicht aufhalten und somit werden neue Geschäftsmodelle essenziell. Handeln statt Hoffen ist angesagt. Kapazitätsanpassungen sind notwendig, dürfen jedoch einen vernünftigen Zukunftsplan mit neuen Kunden, Produkten, Prozessen nicht ausschließen. Ohne eine Anpassung der Führung und der Strategie an die Anforderungen eines komplexen Geschäftsumfelds wird spätestens die nächste Krise das Ende für viele Unternehmen bedeuten.

 

 

 

Bildquelle: Pixabay

Videokonferenz-Lösungen und Datenschutz

Dominik Schönherr

0

Die Berliner Datenschutzbeauftrage Maja Smoltczyk hat einen genauen Blick auf die derzeitig auf dem Markt befindlichen Videokonferenz-Systeme geworfen. Im Ergebnis fallen hinsichtlich des Datenschutzes viele Anbieter durch und wurden entsprechend mit einer roten Ampel gekennzeichnet. Mit ihrer Kritik an den Microsoft-Produkten befindet sie sich auf einer Linie mit der europäischen Datenschutzbehörde.

Die Hauptkritikpunkte beziehen sich auf schwerwiegende Mängel bei rechtlichen Aspekten der Auftragsverarbeitung. Dies betrifft speziell Videokonferenz-Anbieter aus den USA, wie Cisco, Microsoft, Zoom oder Blizz. Das Qualitätsurteil „rote Ampel“ erhielten die Anbieter u.a. auch deshalb, weil eine notwendige massive Anpassung wahrscheinlich nicht umgesetzt werden könne.

Mit der „gelben Ampel“ wurden die Angebote versehen, die zwar Mängel in der Auftragsverarbeitung aufwiesen, diese jedoch ohne großen Aufwand behoben werden könnten. Hierunter fallen z.B. Angebote der Telekom oder die Open-Source Lösung „Jitsi“.

Eine „grüne Ampel“ erhielten die Anbieter, deren Auftragsverarbeitungsverträge keine Beanstandungen zuließen. Hierzu zählen z.B. „Sichere-Videokonferenz.de“, „Tixeo Cloud“, „Wire“, „Werk21“ oder „Netways“.

Im Abschlussbericht des EU-Datenschutzbeauftragten Wojciech Wiewiórowski gerät auch der US-Konzern Microsoft in die Kritik. Insbesondere die Privatsphäre der Anwender*innen stand im Mittelpunkt der Untersuchungen. Auffällig waren hierbei folgende Punkte:

  • Vorbehalt einer einseitigen Veränderung der Datenschutzbestimmungen in den mit den EU-Institutionen ausgehandelten Lizenzvereinbarungen,
  • Ausgliederung einzelner Regeln aus den Geschäftsbedingungen für Online-Dienste in einen speziellen Vertragszusatz sowie
  • keine freie Entscheidung der Nutzer*innen darüber, wo die Daten gespeichert werden sollen.

Kritisch sei zudem die mangelnde Transparenz in Bezug auf geltende vertragliche Kontrollen für die vom US-Konzern Microsoft verarbeiteten Datenkategorien.

Die Empfehlung des EU-Datenschutzbeauftragten lautet daher, eine Zusammenarbeit mit Anbietern zu vermeiden, die EU-Datenschutzrecht in nicht ausreichendem Maße beachten sowie ausreichende technische und organisatorische Maßnahmen vermissen lassen.

 

 

Bild-Quelle: Pixabay

Praxishandbuch zur Datenschutz-Folgenabschätzung

Dominik Schönherr

0

Die Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) gibt nach Art. 35 DSGVO vor, eine umfassende Risikoanalyse und Bewertung von Datenverarbeitungen zu erstellen. Dadurch sollen Risiken für die Rechte und Freiheiten von betroffenen (natürlichen) Personen erkannt, geprüft und eingedämmt werden.

„Die Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO – Ein Handbuch für die Praxis“ ist der Titel des Praxishandbuchs, welches das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI (AutorInnen: Martin, Nicholas; Friedewald, Michael; Schiering, Ina; Mester, Britta A.; Hallinan, Dara;) in diesem Jahr veröffentlicht hat.

Das Handbuch gibt eine kurze Einführung in die Bedeutung der Datenschutzfolgenabschätzung sowie wichtige Praxishinweise zu den 5 Phasen „Initiierung“, „Vorbereitung“, „Durchführung“, „Umsetzung“ und „Fortlaufende Überprüfung“ der DSFA.

Abrufbar ist das kostenlose ebook unter nachfolgender URL:

http://publica.fraunhofer.de/documents/N-586394.html

Empfehlungsrecruiting | Outplacement

Andreas Weiß

0

Ihr Ansprechpartner: Andreas Weiß
Telefon: +49 421 4089 2941
E-Mail

 


In der gegenwärtigen Corona-Krise steht das Personalinstrument Kurzarbeit noch im Vordergrund. Aber auch wenn Unternehmen mit Weitblick für einen, wie auch immer aussehenden, Aufschwung gewappnet sein wollen, nach dem Ende des Lockdowns und mit dem Ende der Kurzarbeit wird die Corona-Krise voraussichtlich mit voller Wucht auf den Arbeitsmarkt durchschlagen.

Dennoch: Auch in diesen Zeiten bieten insbesondere viele Mittelständler und innovative Unternehmen sichere Jobs und suchen händeringend Fachkräfte und geeignete Quereinsteiger*innen. Zur Gewinnung neuer Mitarbeiter*innen sind innovative Formate gefragt

Empfehlungsrecruiting von Arbeitgeber zu Arbeitgeber kann eine gesellschaftliche Chance sein. Recruiting auf Augenhöhe bringt auch Mitarbeiter*innen auf Augenhöhe. Den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet sich die Chance, sehr schnell wieder einen sicheren Arbeitsplatz zu besetzen.

Hier geht es zur Umfrage

QR-Code zur Umfrage:

 


Thesmon Well Point unterstützt KMUs mit Outplacement-Konzepten. Unser Ziel ist es, Betroffenen bei der beruflichen Neuorientierung und agierenden Führungskräfte des Unternehmens zu unterstützen. Unter Berücksichtigung Ihrer Ressourcen und der Arbeitsmarktlage bieten wir z. B.:

 

  • Einzelcoaching im Bewerbungsprozess,
  • Ermittlung von Eignungen und Festlegung von Zielen des Mitarbeiters
  • Auswertung des in Frage kommenden Arbeitsmarkts
  • Durchführung und Vermittlung von Entwicklungs- und Weiterbildungsmaßnahmen
  • inhaltliche Hilfe beim Abschluss eines neuen Arbeitsvertrags
  • motivatorische Betreuung

 

  • Erarbeitung und Umsetzung von Konzepten
  • Durchführung von Statusanalysen
  • Moderation von Workshops mit Führungskräften,
  • Beratung über gesetzliche Rahmenbedingungen bei Einzelkündigung und Personalabbau
  • Prozessberatung und Moderation von Trennungsgesprächen
  • Erstellung von Aufhebungsverträgen und Unterstützung bei deren Verhandlung

Datenschutzhinweise:

Auf unseren Internetseiten stellen wir in regelmäßigen Abständen Umfragen zu verschiedenen Themen bereit. Im Rahmen dieser Umfragen, welche wir mithilfe des Dienstes der Lamano GmbH & Co. KG, Prenzlauer Allee 36G, 10405 Berlin (LamaPoll) durchführen, bitten wir Sie um die Beantwortung verschiedener Fragen. In der Regel und je nach Umfrage benötigen wir keinerlei personenbezogene Daten für diese Umfragen (Anonymisierung der Ergebnisse, keine Geräteerkennung, keine Speicherung der Herkunftsseite z. B. E-Mail -Link, kein Scan durch Suchmaschinen). Sofern wir Sie um Angabe von je nach Umfrage unterschiedlichen personenbezogenen Daten z.B. Name, E-Mailadresse bitten, ist die die Angabe der persönlichen Daten regelmäßig freiwillig.

Geben Sie, je nach Umfrage, personenbezogene Daten im Rahmen unserer Umfragen an, verarbeiten wir Ihre personenbezogenen Daten auf Basis Ihrer Einwilligung zu der beschriebenen Verarbeitung. Die entsprechende Datenverarbeitung beruht damit auf Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. a) DSGVO. Diese Einwilligung können Sie jederzeit widerrufen.

Der Dienst LamaPoll richtet sich an datenschutzsensible und sicherheitsbedachte Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Weiter Informationen zum Datenschutz bei LamaPoll erhalten Sie hier: https://www.lamapoll.de/Support/Datenschutz

Verantwortlicher für die Umfragen i. S. der DSGVO ist Thesmon Well Point. Weiter Informationen zum Datenschutz, finden Sie hier: https://thesmonwellpoint.de/datenschutzerklaerung/

Jede betroffene Person hat das Recht auf Auskunft nach Artikel 15 DSGVO, das Recht auf Berichtigung nach Artikel 16 DSGVO, das Recht auf Löschung nach Artikel 17 DSGVO, das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung nach Artikel 18 DSGVO sowie das Recht auf Datenübertragbarkeit aus Artikel 20 DSGVO. Beim Auskunftsrecht und beim Löschungsrecht gelten die Einschränkungen nach §§ 34 und 35 BDSG. Darüber hinaus besteht ein Beschwerderecht bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde (Artikel 77 DSGVO i. V. m. § 19 BDSG).

Event: Open Call “Wie kommuniziere ich schwierige Situationen souverän?”

Dominik Schönherr

0

Open Call zum Thema “Wie kommuniziere ich schwierige Situationen souverän?” am Donnerstag, den 02.07.2020 von 18:30 Uhr – 19:30 Uhr

Hier geht’s zur Anmeldung:

https://www.eventbrite.de/e/open-call-wie-kommuniziere-ich-schwierige-situationen-souveran-tickets-108104240694

Zu diesem Event

Krisen lehren uns Demut unseren Mitarbeiter*innen und Partner*innen gegenüber. Wir lernen früh im Berufsleben, den Ausgang von Situationen vorherzusehen und frühzeitig zu bewerten, um durch Feedback, Reporting, Veränderungen, Aktionen und Gespräche den Ausgang so zu beeinflussen, dass das Ergebnis für uns oder unser Unternehmen von Vorteil ist. Natürlich gefallen uns hier auch positive Ausgänge und Gespräche besser als solche, die zunächst schwierig erscheinen. Was uns hier das Gefühl von Sicherheit gibt, sind Erfahrung und Ähnlichkeiten. Doch was tun, wenn wir den Ausgang einmal nicht vorhersehen können, weil die Zukunft zu komplex und ungewiss erscheint? Wenn alle Wege, die wir im Normalfall nutzen würden, verbaut sind?

In diesem Open Call zeigen wir euch auf, wie ihr die Kommunikation auch in solchen schwierigen Situationen erfolgreich meistert, euer Team damit motiviert und bindet, um gemeinsam den Schritt zu wagen, neue Wege zu gehen.

Datenschutzhinweis

Wir verwenden die Eventbrite-Services (www.eventbrite.de) zur Registrierung oder zum Ticketkauf für die Teilnahme an einem von uns ausgerichteten, digital oder analog, Event.

Insofern Eventbrite die personenbezogenen Daten in unserem Auftrag im Rahmen der Services verarbeitet, fungiert Eventbrite im Hinblick auf diese Verarbeitung als Auftragsverarbeiter bzw. Serviceanbieter und Thesmon Well Point als Veranstalter, als Verantwortlicher bzw. Unternehmen.

Sofern Sie sich mit Aspekten der Eventbrite-Anwendungen beschäftigen, die über unser Event des hinausgehen, ist Eventbrite Verantwortlicher im Sinn des Datenschutzes und tritt als unabhängiger Verantwortlicher auf.

Jede betroffene Person hat das Recht auf Auskunft nach Artikel 15 DSGVO, das Recht auf Berichtigung nach Artikel 16 DSGVO, das Recht auf Löschung nach Artikel 17 DSGVO, das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung nach Artikel 18 DSGVO sowie das Recht auf Datenübertragbarkeit aus Artikel 20 DSGVO. Beim Auskunftsrecht und beim Löschungsrecht gelten die Einschränkungen nach §§ 34 und 35 BDSG. Darüber hinaus besteht ein Beschwerderecht bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde (Artikel 77 DSGVO i. V. m. § 19 BDSG).

Weiter Informationen zum Datenschutz finden Sie hier: https://thesmonwellpoint.de/datenschutzerklaerung/

Die Datenschutzerklärung von Eventbrite finden Sie hier: https://www.eventbrite.de/support/articles/de/Troubleshooting/datenschutzrichtlinien-von-eventbrite?lg=de

 

DSGVO: Gegen Facebook, Google und Co. soll härter durchgegriffen werden

Dominik Schönherr

0

Eine Zielsetzung der Datenschutzgrundverordnung ist es, natürliche Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten zu schützen sowie den freien Verkehr innerhalb Europas mit rechtmäßig erhobenen personenbezogenen Daten sicherzustellen. Zu diesem Zweck müssen Datenschutzverstöße in einer ernst zu nehmenden Weise geahndet werden. Entsprechend wurden Bußgeldstrafen von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes angesetzt. Bei gravierenden Verstößen gegen die Datenschutzgrundverordnung sollen vor allem Großkonzerne ernsthafte finanzielle Konsequenzen zu erwarten haben. Die Betreiber der großen Online-Plattformen verarbeiten im großen Stil teils sehr intime personenbezogene Daten und sind gerade deshalb zu einer besonders hohen Sensibilität im Umgang mit diesen Daten verpflichtet.

Für die Konzerne Facebook, Google & Co. ist die Datenschutzbehörde in Irland (Data Protection Commission bzw. DPC) zuständig. Irland ist für US-Konzerne als Firmenstandort nicht nur aus steuerlichen Gründen attraktiv, sondern auch aufgrund der mangelnden Handlungs- und Durchsetzungsfähigkeit der DPC, Verstöße konsequent und zeitnah zu verfolgen.

Nicht nur die deutschen Datenschutzbehörden beklagen die chronische Inaktivität ihrer irischen Kollegen. Auch der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) fordert eine engere Kooperation der nationalen Datenschutzbehörden untereinander.

Etwas hat sich bei der DPC allerdings doch getan. Sie hat Maßnahmen gegen Verstöße von Twitter, WhatsApp und Facebook angekündigt.

Bezüglich Twitter hat die DPC dem Europäischen Datenschutzausschuss bereits einen Entscheidungsentwurf vorgelegt. Inhaltlich geht es darum, ob die Betreiber von Twitter die Meldefrist von 72 Stunden bei einem Datenschutzverstoß eingehalten haben und die entsprechenden Maßnahmen zur Behebung der Sicherheitslücke ausreichend dokumentiert wurde.

Im Falle von WhatsApp ist die DPC noch nicht so weit. Hier liege lediglich ein Entscheidungsentwurf vor. Folgende Fragen wurden durch die irische Datenschutzkommission geprüft: Ist WhatsApp hinsichtlich der Übertragung der Nutzerdaten an den Mutterkonzern Facebook ausreichend transparent? Kommt das Unternehmen den Informationspflichten nach Art. 12 und 14 der DSGVO nach? Die Betreiber des Messenger-Dienstes können nun hierzu Stellung beziehen, bevor ein finaler Entscheidungsentwurf an den Europäischen Datenschutzausschuss weitergeleitet wird.

Bei Facebook sei die DPC schon zu abgeschlossenen Untersuchungen gekommen. Hier ging es um die allgemeine Verarbeitung personenbezogener Daten. Weitere Untersuchungen zu WhatsApp und Instagram seien im Anfangsstadium.

Es bleibt abzuwarten, ob US-Konzerne zukünftig mit ernsten Maßnahmen zur Verantwortung gezogen werden. Das Bußgeld von 50 Millionen, dass die Datenschutzbehörde in Frankreich gegen Google verhängt hat, ist sicherlich ein Schritt in die Richtung.

Um jeden Preis? Was sich hinter der “Resilienz-Mode” verbirgt

Dominik Schönherr

0

„Resilienz“ ist gegenwärtig ein viel verwendeter Begriff. Sowohl im Alltag als auch in der Forschung erlebt das Konzept der Resilienz seit der Antike und Nachantike eine beachtliche Renaissance. Resilienz spielt z. B. in der Individualpsychologie, Soziologie, Ökologie und Ökonomie eine wichtige Rolle. Doch was bedeutet der Begriff eigentlich? Der lateinische Ursprung „resilire“ verweist zunächst auf „zurückspringen“ und „abprallen“. Ein erweiterter Definitionsvorschlag bestimmt Resilienz als die Stabilität von Systemen angesichts äußerer Störungen.

Für Unternehmen tritt Resilienz häufig im Zusammenhang mit Krisen in Erscheinung. Ein resilientes Unternehmen ist in der Lage, Störungen (Krisen) zu erkennen, schnell zu agieren, auf seine Ressourcen zu vertrauen und dadurch seine Kernziele unter veränderten Bedingungen weiter verfolgen zu können. Resilienz erstreckt sich auf Mitarbeitende, Teams, Abteilungen und die Organisation als Ganze. In diesem Sinne ist Resilienz etwas Erstrebenswertes.

Es sollte dringlichst vermieden werden, Resilienz als reine Widerstandsfähigkeit oder gar Indifferenz gegenüber beliebigen Umständen zu verstehen. Mitarbeitende, die sich aufgrund einer repressiven Unternehmenskultur in sich selbst zurückziehen oder Führungskräfte, die Resilienz als Immunität gegenüber jeder berechtigten, produktiven Kritik auslegen, sind wohl kaum positive Beispiele. Die Art der Umstände entscheidet also darüber, ob eine Resilienz sinnvoll ist oder nicht. Sollen Mitarbeitende gegenüber jeder Art von Stress immun sein und bloß weitermachen? Soll Führungskräften im mittleren Management eine Stressresistenz eingetrichtert werden, um hohen Druck von ihren Vorgesetzten auszuhalten und undurchdachte Verordnungen an ihre Mitarbeitenden weiterzuleiten und durchzuboxen? Dieses Verständnis greift zu kurz und kann zum „Rebound-Effekt“ werden. Immer resilientere Mitarbeitende werden demzufolge mit immer mehr Stress konfrontiert, sodass sich der positive Effekt selbst aufhebt.

Die Herausbildung und Wirksamkeit der eigenen Ressourcen hängt maßgeblich von den äußeren Umständen, in diesem Fall der Unternehmenskultur ab. Konkret heißt das: Sind die Arbeitsumstände destruktiv, kann bestenfalls eine Resilienz in Form von Zurückgezogenheit, Indifferenz und Dienst nach Vorschrift entstehen.

Es spricht einiges dafür, Resilienz als Prozess und nicht als Eigenschaft zu sehen, um gestärkt aus einer Krise hervorzugehen. In einem komplexen und dynamischen Geschäftsumfeld ist es wichtig, neue Anforderungen zu identifizieren und die sich verändernden Bedingungen, unter denen Resilienz notwendig wird, anzuerkennen. Statt nur darauf zu setzen, den Mitarbeitenden ein dickes Fell anzuerziehen, sollte darüber nachgedacht werden, wie ganze Teams den Handlungsspielraum für Resilienz erweitern können. Auf individueller Ebene, z.B. auf der Ebene der Mitarbeitenden und Führungskräfte bedeutet dies z. B. die Erweiterung der Partizipation, Verantwortung sowie der Anerkennung und Wertschätzung. Auf der Ebene der Organisation ermöglichen eine nachhaltige Vision, Mission und Strategie die entscheidende lernfähige Robustheit.

Resilienz darf nicht zum Fetisch stilisiert werden. Kritikfähigkeit und Offenheit setzen immer auch ein gewisses Maß an Verwundbarkeit voraus.

Gestalten statt Überstehen: Resilienz in der Krise

Dominik Schönherr

0

Widerstandsfähigkeit in Krisensituationen ist mehr als Überleben. Um die Chance in der Krise wirklich zu nutzen, braucht es Resilienz der Mitarbeitenden und der Organisation insgesamt.

SARS-CoV-2 oder eine drohende Klimakatastrophe sind unterschiedliche Krisen. Während die globale Pandemie akut auftritt, beschäftigt uns der Klimawandel schon eine ganze Weile und tritt eher schleichend in Erscheinung. In beiden Fällen ist kluges und umsichtiges Handeln erforderlich, nur welcher Art? Wer Krisen nur als Ausnahmezustand ansieht, den es bloß zu überstehen gilt, um dann im zweiten Schritt wieder die Kontrolle zu erlangen, denkt zu kurzfristig. Unter Krisen kann man schwierige Situationen mit ungewissem Ausgang und potenziell nachteiligen Folgen verstehen. Der entscheidende Unterschied ist, Krisen nicht als isolierte Zustände zu betrachten, die jedes Mal neu überstanden werden müssen, sondern als Ausdruck stetigen Wandels, der neue Perspektiven eröffnet.

Der derzeitige Umgang mit der Pandemie liefert hierfür ein gutes Beispiel. Die Diskussionen um vorzeitige Lockerungen, Fristen und das Herbeifiebern des „Normalzustands“ (Bereitstellung eines Impfstoffs und Aufhebung von Ausgangs- bzw. Kontaktbeschränkungen) sind verständlich, sind jedoch auch Ausdruck einer Illusion von Kontrolle und Planbarkeit. Der verstellte Blick auf die Realität nimmt uns die Möglichkeit, aus der Not eine Tugend zu machen. Positive Beispiele für Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit beweisen Unternehmen z. B., indem sie auf die Produktion von Masken umstellen, Desinfektionsmittel herstellen oder Online-Formate für analoge Dienstleistungen entwickeln. Dies ist jedoch nur der Anfang eines buchstäblich notwendigen Umdenkens.

Zügelloses Profitstreben von Unternehmen, extreme Verschlankungen sowie unverhältnismäßige Ausschüttungen von Dividenden lässt sich nicht mit nachhaltigem Wirtschaften verbinden, welches gerade in Krisenzeiten eine Robustheit schaffen könnte. Unternehmerisches Handeln ohne Weitsicht führt dazu, dass selbst größere Organisationen sehr zerbrechlich geworden sind. In zukünftigen Krisen ist nachhaltiges Wirtschaften für die Herausbildung von Resilienz, Agilität und Gestaltungsfähigkeit daher entscheidend. Bewegliche Organisationen brauchen jedoch bewegliche Mitarbeitende, die sich produktiv einbringen.

Partizipation kann allerdings nicht verschrieben und auch nicht per Knopfdruck aktiviert werden. Das muss trainiert werden. Es gibt hierbei zwei wichtige Aspekte: Partizipation und Engagement darf nicht nur gewünscht, sondern muss auch aktiv angenommen werden.