Aktuelles

Gemeinsames Wissen nutzen

30. April 2019

Was ist und was bedeutet Compliance?

Allgemein

dsc

0

Compliance ist längst kein nebulöses Wort mehr. Der Begriff „Compliance“ oder auch „Corporate Compliance“ hat klar definierte Inhalte: Compliant verhält sich ein Unternehmen genau dann, wenn es sämtliche rechtliche Normen einhält. Das klingt einfach. Compliance beinhaltet tatsächlich mehr. Von Unternehmen wird heutzutage verlangt, proaktiv alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, damit es gar nicht erst zu Rechtsverstößen kommt. Das bedeutet, dass Compliance mittlerweile fester Bestandteil des Risikomanagements geworden ist. So muss ein international tätiges Industrieunternehmen beispielsweise darauf achten, keine Güter in Länder zu exportieren, die auf der Sanktionsliste stehen.

Die umfangreichen Compliance-Aufgaben müssen nicht allein durch die Geschäftsleiterin oder den Geschäftsleiter erledigt werden. Sie oder er kann die Aufgaben auch delegieren. Die Auswahl der jeweiligen Mitarbeiter/innen sollte jedoch sorgfältig getroffen werden. Denn am Ende haftet immer die/der Geschäftsleiter/in. Konkret bedeutet das, dass die/der Geschäftsleiter/in den Rechtsverstoß (z. B. Kartellverstöße) nicht direkt selbst verursacht haben muss, sondern es genügt, wenn sie/er keine geeigneten Maßnahmen ergriffen hat, potenzielle Rechtsverstöße im Voraus zu verhindern. Der hohe Anspruch an die/den Compliance-Verantwortlichen spiegelt sich auch darin wider, dass sich Geschäftsbereiche im Unternehmen wandeln können und sich damit auch die Regeln verändern. Stets auf dem Laufenden zu bleiben, ist daher oberstes Gebot. Bei größeren Unternehmen kommt es aufgrund der vielfältigen Strukturen schnell zu einer Komplexität, die eine einzelne Person nicht überschauen kann. Aus diesem Grund ist eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den einzelnen Abteilungen des Unternehmens unabdingbar. Deutlich wird, dass die richtigen Strukturen geschaffen werden müssen, damit Compliance-Verstöße vorausschauend vermieden werden. Geschäftsleiter/innen sollten daher durch regelmäßige Berichte der/des Compliance-Verantwortlichen einen ungeschönten Einblick in den Ist-Zustand, d. h. in das aktuelle Risikoprofil des eigenen Unternehmens erhalten. Nur so kann der angestrebte Soll-Zustand verdeutlicht und geeignete Maßnahmen getroffen werden.

Compliance heißt also: Genau hinschauen und dann konkret und planvoll handeln.

 

Thesmon Well Point unterstützt Sie bei allen Compliance-Angelegenheiten.

Comments are closed.