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19. August 2019

Zehnmal so viele Datenpannen seit Mai 2018

Allgemein

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Der Landesbeauftragte für Datenschutz Stefan Brink warnt in der Stuttgarter Zeitung u. a. vor besorgniserregenden Datenpannen in Arztpraxen. Seit Inkrafttreten der DSGVO im Mai 2018 hat sich die Zahl der Datenpannen verzehnfacht. Verschlüsselungstrojaner stellten die größte Gefahr dar. Auch Rezepte, Patientenberichte und Röntgenbilder sind an falsche Empfänger übermittelt worden, bemerkt die Datenschutzbehörde in Baden-Württemberg. Brink macht deutlich, dass gerade im medizinischen Bereich besonders sensible und schützenswerte Daten verarbeitet werden. Diese verlangten einen entsprechend sorgsamen und verantwortungsvollen Umgang. Konkret bedeute dies Datensicherung, Verschlüsselung von Daten und qualitativ hochwertige Schulungen und Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen. Im Falle einer Datenpanne bezüglich Gesundheitsdaten seien zusätzlich zur Datenschutzbehörde auch die Betroffenen zu informieren.

Die Zahl der Datenpannen hat sich verzehnfacht. Fehler im Umgang mit personenbezogenen Daten würde immer öfter gemeldet. Grund dafür seien häufig Nachlässigkeit oder mangelnde Organisation.

1000 Datenpannen dieser Art erreichten die Behörde seit Anfang 2019. Darunter befanden sich u. a. Hackerangriffe und Versand von Mails mit offenem Adressverteiler. Im Mai 2019 waren es 177 Meldungen (bisheriger Höchststand). Die Baden-Württembergische Datenschutzbehörde verhängte in zehn Fällen Bußgelder einer Gesamthöhe von 207 140 Euro.

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